Wie alles begann …

Im Jahr 1994 bot eine Organisation den Landwirten aus Kaule in Nepal an, ihre bis dahin konventionell betriebene Landwirtschaft mit Hilfe von Schulungen und Material auf Agroforstwirtschaft umzustellen (ihr Name ist unbekannt). Dieser Prozeß ist ein Langzeitprojekt: erst nach drei Jahre können erste Produkte geerntet werden.
Agroforstwirtschaft war für die Landwirte unbekannt. Sie konnten die Vorteile des Systems nicht erkennen. Zehn zu Beginn interessierte Familien verließen das Projekt.

Jas Ram Tamang im Agroforst-Betrieb, 2013

Jas Ram Tamang in seinem Agroforst-Betrieb, 2013

Ausschließlich Landwirt Jas Ram Tamang und seine Familie aus Kaule begann 1996, ihren konventionell geführten Betrieb auf Agroforstwirtschaft umzustellen. Sie hielten mehrere Jahre durch, bis das neue System autark lief. Mit den Erträgen versorgten sie sich selbst und ernteten Futterpflanzen für ihre Tiere.
Familie Tamang betreibt bis heute ihren Agroforstwirtschaft-Betrieb. Jas Ram Tamang hat ein deutlich höheres Einkommen als die Nachbarn. Er unterstützt seine älteste Tochter finanziell und fördert ihr Studium an der Universität in Kathmandu.

nach oben

Im September 2006 besuchte Alina Schick als Volontärin und Biologie-Studentin Jas Ram Tamang in seinem Pioneerbetrieb der Agroforstwirtschaft. Dieser Besuch überzeugte sie: Kaule hat gute Klima- und Umweltbedingungen und einen Modellbetrieb für Agroforstwirtschaft. Sie hatte die Idee, im Dorf Kaule sozial nachhaltige Agroforstwirtschaft einzuführen. Jas Ram Tamang sollte das Projekt mit seinem Modellbetrieb unterstützen und gleichzeitig Motivationshilfe für andere Dorfbewohner sein.

Alina Schick arbeitete in einige konventionelle Betriebe mit und erstellte 2007 Bilanzen dieser Betriebe und des Agroforst-Hofes von Jan Ras Tamang. Auf Basis dieser Bilanzen diskutierte sie mit den Landwirten darüber, ihr Einkommen zu verbessern durch die Teilnahme an einem Projekt zur Umstellung auf Agroforstwirtschaft.
Viele Landwirtfamilien äußerten Interesse. Jedoch war vorgesehen, die Anzahl der Projekt-Teilnehmer auf fünfzehn Familien zu begrenzen, um nachhaltig Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Die Landwirte sollten lernen, ihre Kenntnisse in Theorie und Praxis später selbst an andere Landwirte weiterzugeben. 

Am 30. November 2007 gründete Alina Schick und sechs weitere Personen den Verein Kaule e.V.  Namensgeber ist das Dorf Kaule in Nepal. Als Vereinsziel legten sie fest:
Kaule e.V. führt in Entwicklungsländern ein sozial nachhaltiges Agroforstprojekt mit Landwirtfamilien durch. Der Verein begleitet, berät und trainiert sie in diesem Prozeß i.R. wissenschaftlicher Studien vor Ort im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.
Im Juni 2008 erteilte das Finanzamt Köln dem “Kaule e.V. – Gesellschaft für sozial nachhaltige Agroforstwirtschaft” die Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Die Kurzform lautet  “Kaule e.V.”.
Seit November 2008 ist er in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen (Satzung). 

Im März 2009  begann die Phase 1 Pilotprojekt Kaule, kurz: “Projekt Kaule”.

nach oben


Die Seite wurde aktualisiert: 2017-12-11.

.