Leonie Kreipe “verteidigt” ihre Masterstudie

Leonie Kreipe praesentiert ihre Masterarbeit.

Leonies Master-Präsentation

Ende Juni 2017 „verteidigte“ Leonie ihre Masterarbeit mit Bravour vor dem Prüfungsausschuß ihres  „Master Thesis Colloquium“. Sie hielt einen umfassenden Vortrag und stellte sich anschließend den Fragen ihrer  Gutachter zu ihrer Klimastudie: Prof. Dr. Eva Schlecht (Uni Göttingen/Witzenhausen) und Prof. Dr. Udo Schickhoff (Uni Hamburg und Vorstandmitglied in Kaule e.V.).

Mit diesem Examen erwarb Leonie Kreipe den wissenschaftlichen Grad des “Msc Subtainable International Agriculture“. Herzlichen Glückwunsch vonseiten des Verein Kaule e.V.! Wir freuen uns über deinen Erfolg!

 

Leonie Kreipe praesentiert ihren Mastergrad.

Leonie und ihr Mastergrad

Thema der Masterstudie

“Climatic changes in the mid-hills of Nepal: a study about smallholder farmers’ perception and reaction”

Fragestellung

  • Wie nehmen Kleinbauern in Kaule klimatische Veränderungen wahr?
  • Wie reagieren sie darauf?

Zielgruppe der Masterstudie waren 60 Landwirtinnen und Landwirte aus Kaule in Nepal. Davon gehörten xxx der Befragten der örtlichen NGO KEN (Kaule Environment Nepal) an, die aus dem Projekt Kaule hervorgegangen ist.

An Methoden führte Leonie Kreipe 2016 u. a. standardisierte Interviews durch, in Kooperation mit dem Trägerverein Kaule e.V. Sita Tamang, ein Mitglied der NGO KEN, begleitete sie zu den Interviews und übersetzte die englischen Fragen in Nepali.

Ergebnisse

  • Von 60 befragten Farmer nehmen 69 % folgende Klimaveränderungen wahr:

    • Es gibt weniger Regenfälle ausserhalb der Monsunsaison.
    • Die Temperaturen steigen an.
    • Dürre und Wind treten vermehrt auf.
    • Die Pflanzen welken und sterben ab.
    • Die Pflanzen werden vermehrt von Schädlingen und Krankheiten befallen.
  • Wetterdaten von 1981 to 2015 bestätigen den deutlichen Anstieg an minimale und maximale Temperaturen in Kaule.
  • Von 60 befragten Landwirten reagieren 59% passiv auf den Klimawandel, d. h. sie treffen keine Maßnahmen (unabhängig von NGOs Mitgliedschaft und Aufenthaltszeit). Es macht ihnen Probleme, dem Wandel entgegenzuwirken.
  • Von 60 befragten Landwirten reagieren xxx % aktiv auf den Klimawandel, d.h. sie treffen Gegenmaßnahmen:
    • sie bepflanzen ihre Anbauflächen häufig später im Jahr, säen später aus und bewässern ihre Anbauflächen öfter.
  • Die Befragten schlagen folgende Anpassungsaktionen an den Klimawandel vor:
    • (weitere ?) Bäume pflanzen, das Brauchwasser und die Tanks zur Wasserspeicherung nutzen.
  • Die lokale Agrarforstorganisation KEN, der einige Befragte angehören, kann innerhalb der gesamten Gemeinschaft dazu beitragen, das Bewusstsein zum Klimawandel zu erhöhen.

Ergebnisse, bezogen auf das Projekt Kaule:

  • Der Einfluss von Kaule e.V. und der NGO KEN wirkt über die Mitglieder des Projekt Kaule hinaus.
  • Die Landwirte sind vernetzt und tauschen sich aus. 

  • Ihre Vorschläge zu Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandel reihen sich sehr gut in die bisherigen Agroforst-Maßnahmen ein.
  • Ihre Vorschläge passen zum aktuellen Projekt zur Wasserversorgung in Kaule [Link zur Doku von Eva Wieners 2017].